Letztes Zwischenspiel: Die Braune Hand wirft ein Streichholz
Der Apotheker hatte Princep Siklovic eine Menge Arbeit abgenommen. Siklovic war geistesgegenwärtig genug, das Fässchen Schwarzpulver, das neben der Leiche lag, von den glimmenden Resten der Waffe wegzustoßen, die die Hand des Verblichenen noch umklammerte.
În afară de mâna și antebrațul său, se vedea puțin din farmacie, și asta era cel mai bine. Rămășițele sale mutilate erau aproape în întregime acoperite de ușa de stejar. Șocul rateului o ridicase din balamale, dar în mod miraculos nu aprinsese conținutul butoiului. Un pantof ascuțit încă ieșea de sub ușă.
Siklovic schaute sichernd hinaus in die Gasse. Sie war leer, die Verpuffung hatte offenbar kein Aufsehen erregt. Der Revolutionär stemmte die Tür hoch und lehnte sie notdürftig vor den Eingang. Sein Blick fiel auf das erste Opfer seiner Volkserhebung. Technisch gesehen hatte es sich selbst geopfert.
Was vom Gesicht des Apothekers übrig war, war vollständig schwarz. Seine Brille hatte sich komplett in die Augenhöhlen eingebrannt, die Lupen in der Fassung waren gesprungen und mit feinen Rissen wie mit einem Spinnennetz überzogen. Der nun zahnlose Mund des Toten war noch zu einem erstaunten Laut geöffnet, der nie den Weg in die Welt gefunden hatte.
Siklovic zuckte die Achseln und betrachtete mit Interesse die auf dem Boden liegende Waffe, deren breiter Mündungstrichter geborsten war. Unter dem hinteren, verjüngten Ende des Trichters befand sich ein Abzug, seitlich davon eine Pulverpfanne, auf der es noch glomm. Hastig trat Siklovic die Glut aus. Er wartete ein wenig und entwand die erkaltete Waffe schließlich den klammen Fingern des Apothekers.
Aha. Eine Meuchelpuffe, eindeutig. Siklovic hatte von solchen Gerätschaften schon gehört. Seine Bildung mochte überschaubar sein – ein Blick von der Teppichkante reichte dafür – aber für Ballistik hatte er sich immer interessiert, auch wenn er mit dem Wort wenig hätte anfangen können. Schon seit frühester Jugend war er ein Meister mit der Steinschleuder gewesen.
Dies hier war besser, aber offenbar noch nicht ganz ausgereift, wie die Leiche zu seinen Füßen bewies. Handfeuerwaffen hatten erst seit Kurzem die Arsenale des Königreichs und seiner Feinde bereichert. Im Gegensatz zu Kanonen hatten sie den Vorzug, auch auf kürzere Entfernungen einsetzbar zu sein. Leider auch ungewollt gegen ihre Benutzer.
Farmacistul se dovedise a fi un inovator, un timpuriu care adopta cele mai noi tehnologii și făcuse sacrificiul suprem pentru cercetare și cunoaștere. Siklovic a considerat acest lucru ca o confirmare suplimentară a faptului că progresul mergea în pas cu revoluția. Acum se punea însă delicata întrebare: cum ar putea folosi țeava de praf de pușcă fără a priva această revoluție de cea mai strălucită minte a sa - el însuși.
Siklovic nu ar fi fost Siklovic dacă nu ar fi găsit răspunsul greșit la această întrebare. Prin aceasta, și-a asigurat locul în cărțile de istorie. Nu ca eliberator al maselor oprimate, așa cum fusese intenția sa inițială, ci ca instigator al celui mai devastator război cu care se confruntase vreodată regatul.
Sein schütterer Plan sah vor, das Schwarzpulverfässchen des Apothekers unter einer Tarnung als Weinhändler zwischen die Mauern des Schlosses zu schmuggeln und dort eine Explosion auszulösen, ein Fanal. Dazu musste er zunächst den Marktplatz ansteuern, um sich dort irgendwie in den Besitz des Wagens und der Fracht eines der Händler zu bringen, von denen er wusste, dass sie nach dem Marktgeschehen, bei dem sie nur ihre saure, minderwertige Ware anboten, mit ihren exklusiv dem König vorbehaltenen Sortiment edler Rebensäfte (Manacardi hätte diesem Qualitätsurteil widersprochen) hinauf zum Schloss zogen.
Er belud also einen Handkarren, den er im Hof des Apothekers fand, mit seiner explosiven Fracht und machte sich auf den Weg zum Markt. Er parkte den Karren am Rande des Geschehens, beschloss, sich nach der Vielzahl seiner menschheitsbeglückenden Taten ein Päuschen zu gönnen, setzte sich auf den Boden, lehnte sich an ein Wagenrad, langte in die Tasche und stopfte sich ein Pfeifchen, entzündete dieses und warf das Streichholz gedankenlos in hohem Bogen hinter sich.
Restul e istorie. Câțiva ani mai târziu, a devenit o practică obișnuită în regat ca pipele vândute să fie marcate cu o inscripție de avertizare gravată în cupa lor:
„Fumatul ucide.”
Trotz gründlicher Recherchen der nach dem Siklovic-Vorfall eingerichteten „Abteilung zur Erforschung und Verhinderung gemeingefährlicher Umtriebe im Volke“ des Königlichen Geheimdienstes, der damals noch in den Kinderschuhen steckte, war keine schlüssige Sicherheit darüber herzustellen, warum das Pulverfässchen nicht schon in der Apotheke explodiert war. Immerhin hatte dort zuvor in unmittelbarer Nähe des Schwarzpulvers eine veritable Verpuffung stattgefunden.
Eine Zeitlang hielt sich die Verschwörungstheorie, Apotheker und Ziegenhirte hätten gemeinsame Sache gemacht, sich dann aber tödlich zerstritten. Sicherheitshalber wurden sowohl Apotheken als auch Ziegenhaltung im gesamten Königreich verboten. Dies wirkte sich nachteilig auf die Volksgesundheit aus und machte Ziegenkäse zu nahezu unerschwinglicher Bückware.
Daune colaterale
Explozia din oraș a fost auzită și simțită clar în sala de audiențe a castelului. Parchetul fragil s-a crăpat. Maestrul de ceremonii a căzut pe spate, șocat. Picioarele în șosete de mătase i-au ieșit în evidență lângă toiagul, care era blocat într-una dintre găuri.
Henri de Laballe și-a scos imediat sabia și s-a uitat în jur, pregătit de luptă. Lacheii și alți curteni s-au ghemuit sub mese și bănci pentru a se proteja. Contesa de Laballe a ascuns rapid și complet mărul de aur în decolteu, oricât de puțin spațiu exista. Regele și-a suflat nasul în batista de mătase pe care i-o dăduse ea, deoarece nasul îl furnica întotdeauna când se temea. Acum și regele avea o sângerare nazală și a murdărit batista fin brodată. Henri de Laballe a considerat acest lucru o insultă fatală la adresa sexului său.
Încă nu avusese ocazia să facă o remarcă corespunzătoare, căci grasa Fleuribal d'entre Deux Mères se aruncase la gâtul lui, se agățase de el ca o piatră de moară, își lovise picioarele ca niște stâlpi și strigase: „Salvați-mă, nobile cavaler, o, vă rog, salvați-mă!”
De Laballe entwand seinen Nacken angewidert dem Klammergriff ihrer Wurstfinger, schüttelte die weibliche Last von sich ab, schritt über das wimmernde Fleischbündel, zog dabei seine Schwester an seine Seite, stieß sein Schwert drohend in Richtung des Throns – und vermisste dort den König.
Dieser hatte sich hinter den seitlichen Vorhängen des Thronbaldachins in Sicherheit gebracht, zitterte wie Espenlaub und verlangte nach seinem Gards du Corps. Die edlen Recken hatten sich freilich bereits abgesetzt, eine neuerliche Explosion im Laboratorium Manacardis vermutend und die Brandwache alarmierend.
Dies erwies sich im Nachhinein als Segen, denn nachdem die tapferen Pompiers festgestellt hatten, dass in der Stadt offenbar ein Brandherd außer Kontrolle geriet, machten sie sich tatsächlich dorthin auf den Weg, samt ihres Pumpenwagens mit den zwei löchrigen Schläuchen, obwohl es dort unten nur minderwertige Untertanen zu retten gab.
Le Roi hingegen war ohne Leibgarde. Nur wenige Meter trennten sein gesalbtes Haupt nun noch von Henri de Laballes Schwertspitze, die in Kehlkopfhöhe ihren Weg zum Versteck des Königs suchte.
Da trat Kanzler Marchand dem Ritter in der silbernen Rüstung in den Weg. „Euer Gnaden!“, rief er, „haltet ein! Ein bedauerlicher Unfall drunten in der Stadt, scheint es, alles wird sich klären, ich versichere es!“
De Laballe ließ das Schwert nicht sinken und bedachte den Kanzler mit einem abschätzigen seitwärtigen Blick. „Nie“, so sagte er, „ist unsere Familie jemals so beleidigt worden! Unsere Brautgabe ist mit dem Schleim, dem Angstschweiß, dem Blut und den Tränen eines weibischen Königs besudelt, der es nicht wert ist, mein Schwager zu werden. Euer ganzes erbärmliches Königreich ist ein höchst bedauerlicher Unfall, und ganz offensichtlich seid weder Ihr noch Euer König in der Lage, es unter Kontrolle zu halten.“
„Nun“, so setzte de Laballe hinzu und teilte den Vorhang, hinter dem der König Zuflucht gesucht hatte, mit einem Streich seiner scharfen Klinge, „wir werden diese Aufgabe für Euch übernehmen.“ Dann musterte er angewidert den am Boden liegenden König, der schützend die Arme vors Gesicht gehoben hatte. Gerne hätte er dessen klägliche Existenz jetzt schon beendet. Doch fehlte ihm dafür derzeit das Einverständnis seines Vaters.
Deshalb steckte Henri seine Klinge mit einem verächtlichen Schnaufen in die Scheide, drehte sich um, zog seine Schwester mit sich und rief über die Schulter zurück: „Ihr werdet von uns hören. Oder vielmehr: von unseren Kanonen.“ Henri de Laballe warf die Pforte zum Audienzsaal donnernd hinter sich zu.
Feind schwört mit
„Doar o minune îl poate salva pe acest rege idiot”, spuse ducele Bouchand de Laballe, privindu-l scurt pe fiul său, Henri, care tocmai se întorsese, rupând un picior din puiul fript de pe masă, în fața amândurora, și mușcând o porție decentă.
„Der Alte“, so sprach Henri de Laballe im Geiste und bedauernd zu sich selbst, „hat noch ganz erstaunlich gute Zähne.“ Hörbar indes bemerkte der zukünftige und ungeduldige Erbe nur: „Ganz recht, Vater. Blutvergießen ist Blutsverwandtschaft stets vorzuziehen. Warum sollten wir diesen gekrönten Schwächling auch in unser Geschlecht einheiraten lassen? Krieg ist besser. Nur: Was machen wir jetzt mit meiner Schwester, der dummen Pute?“
Der alte Duc starrte auf das weiße Brustfleisch des Huhns, das seine Gabel gerade unter der gerillten Haut freigelegt hatte. „Diese Heirat“, sagte er dann gefährlich leise, „war meine Idee, wie du dich vielleicht erinnerst, mein Sohn.“
O tăcere încordată s-a așternut între cei doi Laballe. Se examinau reciproc cu pleoapele coborâte, ca și cum s-ar fi uitat prin fantele unor săgeți. Laballe cel mai în vârstă știa ce își dorea tânărul Laballe. Întotdeauna știa.
In Henri de Laballes Kindheit hatte es wenige Spielgefährten gegeben, die seine Gesellschaft längere Zeit überlebten. Es geschahen bedauerliche Unfälle, wenn ihn jemand beim Bockspringen übertraf, öfter als er beim Bogenschießen das Ziel fand, besser als er ritt. Zu seinem 14. Geburtstag wünschte Henri sich ein Massaker. Er bekam es. Sein Vater ließ sich nicht lumpen und ein ganzes Dorf voller Leibeigener verheeren.
Ducele și moștenitorul său priveau de pe vârful unui deal cum mercenarii lor dădeau foc colibelor din valea de dedesubt, străpungând cu sulițe și sfâșiind în bucăți oamenii care se năpusteau afară, râzând încontinuu. Atunci Henri de Laballe s-a întors către tatăl său, copleșit de singura emoție de care era capabil – setea de sânge. Lacrimi de emoție i-au izbucnit în ochi fiului. „Mulțumesc, mon père”, a spus el sincer, apoi și-a fixat imediat privirea asupra scenei sângeroase, absorbind-o cu lacomie precum un vampir își bea sângele vital.
Seitdem hatte sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn abgekühlt. Es war früh klar geworden, dass der junge Laballe den alten hauptsächlich als Hindernis auf dem Weg zur Macht betrachtete. Die Leibwache des amtierenden Duc übertraf daher manche Armee kleinerer Fürstentümer und war ständig zugegen – vor allem und wie immer jetzt, da der greise Herzog in Gegenwart seines ungeduldigen Erben genüsslich das Fett des Hühnerbratens von den Spitzen seiner langen Finger sog, bis hinunter zum dritten, ringgeschmückten Glied. Drei Elitesoldaten hielten sich im Hintergrund, konnten aber jederzeit hinzuspringen, falls Henris Liebe zum Vater einer spontanen Zuckung seines Schwertarms zum Opfer fallen würde.
„Gewiss, Vater“, sagte Henri und nahm die Hand vom Schwertknauf. „Welches sind deine Pläne? Für den Krieg, für das Land, für meine Schwester?“
„Halbschwester“, sagte der Duc zum Erstaunen seines Stammhalters ohne nähere Erklärung. Der Alte schenkte sich selbst wie auch seinem Sohn mit einem Zwinkern eigenhändig Rotwein ein. „Sie geht selbstverständlich ins Kloster. Ich habe da schon eines im Auge. Der Krieg, nun ja…“ Der alte Herzog lehnte sich zurück und ließ den Weinkelch kurz in seiner Hand spielen, bevor er ihn ansetzte und auf einen Zug leerte, dabei blutrote Rinnsale in seinen Mundwinkeln auslösend, die er mit einem entschlossenen Zug seines Ärmels übers Kinn wegwischte.
„Războiul, fiule, e treaba ta”, a spus el. „Te-ai născut și ai crescut pentru el, ai declarat-o deja verbal în sala tronului Regelui Rahat. Voi trimite imediat o depeșă diplomatică oficială. Acum poartă-ți războiul, ca un adevărat de Laballe. Îți dau toată autoritatea necesară. Armata noastră este la dispoziția ta. Cu excepția gărzii mele de corp, desigur.”
Wenige Momente im Leben von Henri de Laballe hatten ihn bisher mit so viel Glück erfüllt wie dieser. Für die willkommene Aussicht auf Morden, Brandschatzen, Plündern und Schänden hatte sein Vater ihm gerade die Kommandogewalt über das gesamte Heer des Herzogtums übertragen. Dieses ließ sich aus- wie inländisch einsetzen. Der außer Zweifel stehende Sieg jenseits der viel zu engen Grenzen der Besitztümer der Laballes könnte auch der Auftakt zu einem einheimischen Machtwechsel werden, Leibwache hin oder her.
Henric și-a ridicat paharul în semn de jurământ. „Ducelui de Laballe și regatului său!”, a exclamat el ambiguu, văzându-se ca pe un viitor duce – și poate chiar mai mult. Cât despre adevăratele sale planuri de viitor, acestea puteau fi exprimate destul de potrivit în cuvintele emoționante ale luptătorului pentru libertate neîmplinit, prințul Siklović: „Regele trebuie să plece!”, cu o adăugire secretă: „Și tatăl meu!”
Tatăl lui Henri se ridică cam greu de pe scaun, ciocni paharele cu fiul său cu atât mai multă hotărâre și declară: „Regnum în loc de rect: Regele incompetent al rahatului e în fund.”
Henri își bătea în piept. O scânteie îi strălucea în ochi, genul acela care ar aprinde un zid de foc, mistuind tot ce-i stătea în cale. Henri nu mai avea timp de pierdut. Erau multe de făcut. Și mulți de ucis. În cele din urmă, desigur, regele, exact ca tatăl său. Și sora lui – ei bine, nu era una adevărată, după cum tocmai aflase. Și asta putea fi exploatată. Își putea deja imagina mai multe întrebuințări pentru micul nenorocit.
În timp ce pleca, noul comandant-șef al armatei Ducatului de Laballes mângâia craniile fin sculptate de pe pieptarul său cu cea mai mare tandrețe de care era capabil. Și zâmbea așa cum un prădător își ridică colțurile gurii pentru a-și înfige dinții și a-i înfige în pradă.
