Erste Rückblende
Im Osten geht die Sonne auf, das ist bekannt und unabänderlich. Ex oriente lux. Aus dem Osten kommt ein Mann. Er entzündet in der Seele der Königin ein Licht, in ihrem Schoß ein Feuer.
Im Boudoir der Königin herrscht jedoch nur Halbdunkel, ihr Gatte schon längst nicht mehr. Ins Boudoir der Königin und im Boudoir der Königin und in der Königin selbst kommt ein Mann aus dem Osten.
Der König ist viel auf Reisen und oft auf der Jagd. Ihm entgeht so manches, auch die Schwangerschaft seiner Königin. Sie entbindet diskret. Es ist eine leichte Geburt und ein kräftiger Junge, außerordentlich hübsch, selbst als zerknitterter Säugling. Der Bastard bleibt nicht lang im Schloss.
Nu vor exista întrebări stânjenitoare. Doar un ultim sărut, pe care regina obosită îl suflează pe fruntea fiului ei nelegitim. Apoi, un bărbat cu pielea închisă la culoare și desculț îl înfășoară cu măiestrie pe copil în eșarfe țigănești colorate și dispare cu el la fel de repede și nevăzut cum a intrat în camera reginei, o umbră în noapte.
Königliche Verstopfung
Es ist erstaunlich, was Gold mit den Menschen anrichtet. Mein Lehrmeister Manacardi hält sich jetzt endgültig für ein Genie, nachdem das Gold des Königs das Kriegsglück gewendet hat, die Riesen aus nicht näher bekannten Gründen abgezogen und die Truppen Henri de Laballes durch die endlich gut entlohnten Söldner ungefährlich versprengt sind – wohin auch immer, denn der Familiensitz der Laballes existiert nicht mehr, nur ein Trümmerfeld ist übriggeblieben, wie von Riesenhand angerichtet. Jeden Tag erwartet Manacardi sehnsüchtig neue Verdauungsprodukte des Königs, den er mit Goldfasanen mästen lässt. Diese strikte Diät hält er für unerlässlich, um im Arsch des Herrschers ein ewiges Erntedankfest zu feiern. Keine Feldraine, keine Wälder des Königreichs, auf deren Bäume die Vögel sich zum Schlafen zurückziehen, ist vor den Palastjägern sicher. Sie schleppen ihre Beute haufenweise an, morgens, mittags, abends.
Auf dem Speiseplan des Königs stehen zum Frühstück Fasaneneier auf Wildkräutersalat, zur Mittagszeit nach einer leichten Fasanen-Consommé Fasan in Blätterteig, zum Abend-Diner Fasanenterrine als Vorspeise, dann mit Mett gefüllte Fasanenschenkel als Zwischengericht, als Hauptgang mit Schinkenspeckscheiben belegter Fasan à la Robin de Bois. Dazu wird Fasanenbrause gereicht. Die heißt aber nur so, ist eigentlich nichts anderes als Sanddornsaft mit Doppelkorn und Kandis. Der König ist ganz verrückt danach.
Învăț toate acestea de la Bucătarul Regal în timp ce tranșează, flambează, opărește și fierbe. Este o adevărată bucurie să-l privești. Pare să aibă patru mâini și arată exact așa cum ți-ai imagina un bucătar, purtând mereu un șorț alb imaculat și o pălărie de bucătar la fel de radiantă, apretată, care îi stă ca o coroană pe cap. Este un mister pentru mine cum reușește acest bărbat corpolent și transpirat constant să-și păstreze hainele de lucru atât de impecabile, pentru că în jurul lui, stropi de grăsime și scântei zboară.
Ich drücke mich gerne in der Schlossküche herum, wenn Manacardi gerade nichts für mich zu tun hat. Sie ist ein echtes Laboratorium, in dem mehr Alchimie gelingt als bei den närrischen Experimenten des Universalgelehrten, dem ich so viel wie möglich aus dem Weg gehe. Wenn er zu viel Wein getrunken hat, und das ist ständig der Fall, ist er mürrisch und zänkisch, wirft mit Büchern nach mir, die ich endlich zu lesen lernen soll, und raubt mir mit seinem sauren Mundgeruch und Körperausdünstungen den Atem.
Welche Wohlgerüche dagegen die Schlossküche bereit hält! Allein die Kräuter, die in dicken Büscheln zum Trocknen an den Wänden hängen, verströmen eine betörende Duftmischung. Ich erkenne beim Schnuppern wilden Thymian, Minze und Liebstöckel; Aromen, die mir vom Herumlungern auf einer Sommerwiese bekannt sind. Aber da sind noch so viel mehr geheimnisvolle Pülverchen mit allerlei grellen Farben in Gläsern auf den Holzregalen verwahrt – es sieht fast aus wie beim Apotheker, aber ohne dieses Krokodingsbums, vor dem ich mich so erschreckte, den Drachen. Aber Drachen gibt es ja nicht, oder?
Bucătăria, însă, îmi amintește și puțin de infern: sub coșurile de fum, care ajung la metri înălțime și se subțiază în sus, astfel încât atunci când privești de jos înăuntru ai senzația că privești într-un tunel către viața de apoi, flăcările ling numeroase vetre. Și cuptoarele sunt masive; când un băiat de bucătărie deschide trapele din fier forjat pentru a adăuga lemne, ai senzația că privești în infern.
Bucătarul-șef ridică dezaprobator carcasa unui fazan de picioare, pe care a observat prea multe pene rătăcite. Înjurând, îl aruncă înapoi servitoarelor, care au smuls pene toată ziua într-un colț al bucătăriei și amenință să dispară sub un munte de pene. „Treabă proastă, leneșule”, strigă el peste umăr, în timp ce amestecă din nou două tigăi deodată.
Die Majestät leide seit Kurzem unter Verstopfung, vertraut der Koch mir an. „Zu einseitige Kost, aber was soll man machen – es sind halt nur noch Goldfasane gefragt. Mir gehen langsam die Rezepte aus.“
Dau din cap cu simpatie, amintindu-mi de datoria mea. Am avut scaun copios în dimineața asta și l-am pus în oala de noapte. Am presărat deja propria mea rețetă – pudra de la Maître – peste ea și am păstrat oala în micul dulap cu încuietoare pe care îl am la dispoziție. Când va apărea ocazia, îl voi înlocui cu excrementele regelui, care sunt aduse lui Manacardi în fiecare zi. Dacă și când îi vor fi aduse din nou, adică, din moment ce regele este acum constipat.
Zum Glück sind wir jetzt sicher. Der Krieg ist vorbei. „Vorbei…“, sagt der Koch nachdenklich, „Unwiederbringlich vorbei ist eigentlich nur der Zeitpunkt, ein Souflee am Einfallen zu hindern. Was danach noch kommt, ist meistens schlechter. Aber jetzt scher dich fort. Der König hungert, es muss serviert werden.“
Ich trolle mich. Ich mache einen Bogen um einen Pfeiler und verschwinde aus dem Gesichtsfeld des Kochs. Ich nehme mit schnellen Schritten den Treppenabsatz zum Küchenvorraum. Die Tür fällt hinter mir vernehmlich ins Schloss.
Dann reitet mich der Teufel, ich weiß nicht, warum. Ich öffne die Tür verstohlen wieder und schleiche mich zurück, drücke mich an den Pfeiler und riskiere einen neuerlichen Blick in die Küche. Ich sehe, wie der Koch die Speisen des Königs vor dem Servieren mit einem schnellen Griff in eins seiner Pulvergläser nachwürzt. Er schaut sich dabei verstohlen nach allen Seiten um. Unsere Blicke kreuzen sich. Der Koch erbleicht. Ich mache mich schnell endgültig davon.
Mișcări intestinale și lenevie
Scaunele mele continuă să fiarbă la foc mic în dulap; mai adaug o linguriță. Digestia mea, spre deosebire de cea a regelui, este regulată. Din fericire, fecalele mele sunt complet inodore - de ce, mă întreb, nu pentru prima dată. Mă întreb, de asemenea, dacă și când voi primi noi instrucțiuni de la șef.
Manacardi übernachtet heute Abend an der nach ihm benannten Befestigungslinie. Er will sie nun für alle Zeiten unüberwindlich, sogar, wie er prahlt, „riesenfest“ machen. Dabei soll ein neuer, feuerspuckender Kampfapparat eine Rolle spielen. Ich bin sehr froh, dass ich damit nichts zu tun habe, mich dem Müßiggang hingeben kann. Ich habe den Eindruck, dass mir das ganz gut liegt, ich insofern gut ins Königliche Schloss passe, wo niemand jemals etwas auch nur halbwegs Sinnvolles tut.
Ich liege auf meinem Bett. Ich denke an den Koch, bin unruhig und lasse das Licht noch an, mich am Entziffern von Buchstaben versuchend. Ich höre schwere Tritte und schweres Atmen auf der Wendeltreppe zur Gelehrtenstube.
Familienehre
Der Maitre konnte sich auf Roman verlassen wie auf den täglichen Sonnenaufgang. Es gab wenig, das vor dem Zigeuner sicher war. Vor allem dann nicht, wenn der Maitre ihn mit einem Auftrag losschickte. Roman knackte Schlösser wie Nüsse, wand sich schlangengleich durch Kellerfenster, war sich für nichts zu gering, wenn der Maitre es ihm befahl.
Onoarea lui Roman, pe care trebuia mereu să o dovedească și să o apere, își avea rădăcinile în loialitate. Tatăl său, care îl servise și pe stăpânul de sală, făcuse același lucru – la fel ca tatăl său și mulți alți strămoși. Căci stăpânul de sală exista de când poporul lui Roman se numea Tigani în patria sa. Roman nu a pus niciodată la îndoială longevitatea stăpânului său.
Lui Roman nu-i păsa ce spuneau gadjeii, non-țiganii, despre el și despre semenii lui. Cunoștea valoarea clanului său. Oamenii lui nu erau doar niște cuprari sau țesători de coșuri; își păstraseră întotdeauna libertatea mândră, fără să îngenuncheze niciodată în fața nimănui în afară de robi – sclavi. Îl slujeau pe șef de casă de bunăvoie, iar acesta îi plătea bine pentru asta.
Von Romans Verwandten sprachen selbst jene, die „Zigan“ als abschätziges Wort benutzten, nur flüsternd, mit scheuen Seitenblicken. Er entstammte einem Geschlecht, in das man als Baro Rom geboren wurde, als großer Mann. Es hatte reihenweise Zigeunerkönige hervorgebracht, Bulibaschas.
Roman stătea într-un colț întunecat, la capătul aleii care ducea la palatul regal. La fel ca tatăl său înaintea lui, avea să intre în palat doar nevăzut. Avea un mesaj important de la șef și nu avea să-și dezamăgească stăpânul.
Roman verschmolz mit der Dunkelheit. Barfüßig, sich in Fugen stemmend und an Vorsprüngen emporziehend, erklomm er Meter um Meter der Wälle des königlichen Schlosses, danach die Außenseite des Turms, an dessen Spitze sich Manarcardis Studierstube befand. Im obersten Fenster brannte Licht.
Roman hatte das Gefühl, dass er sich beeilen musste. Dass nicht nur er sich der Turmspitze näherte, sondern auch großes Unheil. Von seinem Vater hatte er nicht nur die unbedingte Loyalität zum Maitre übernommen, sondern auch die Verantwortung für die Unversehrtheit des „Hübschen“, seitdem dieser als buntes Bündel in den Zigeunerpalast gebracht worden war. Roman würde Pakiv, die Familienehre, aufrechterhalten, um jeden Preis verhindern, dass Lajavo, Schande, über sein Geschlecht gebracht würde. Mit nur noch einer Hand ins Mauerwerk gekrallt, zog er sein Messer aus dem Lederfutteral an seinem Hosenbund, klemmte es sich zwischen die Zähne und verdoppelte seine Kletteranstrengung.
Wettlauf der Messer
Bucătarul Regal se certa singur pentru că fusese un prost. De ce fusese atât de neglijent? De ce îi permisese acelui copil mucos de Manacardi acces în bucătăria lui? Și de ce îl lăsase pe acel mic ticălos să-l păcălească așa? Omul fusese trimis să-l spioneze și de aceea arătase atât de mult interes pentru bucătărie?
Der Koch war kein schlechter Koch, er war eigentlich auch kein schlechter Mensch. Aber eben nur ein Mensch. Und unterbezahlt. Er hatte das Pulver, das Comte Francois de Alaba sur Mere ihm – selbstverständlich anonym – zusammen mit einem Säckchen Golddukaten und der Versicherung, dass es nur ein wenig Verstopfung auslösen würde, hatte zukommen lassen, getestet. Natürlich nicht am eigenen Leib, so blöd war er nicht. Wozu hatte man Küchenmägde? Die konnten einen Blähbauch, der ihren Leib kurzzeitig so sehr anschwellen ließ wie den des Kochs, schon mal vertragen.
Tatsächlich handelte es sich nicht um tödliches Gift. Sondern nur um eine vergleichsweise harmlose Mischung aus Aktivkohle, Heilerde, gestoßenen Bananenchips, Flohsamen, Zwieback, geriebenem Apfel und Zartbitterschokolade, wie der Koch sich sehr sicher war.
Totuși, un lucru de care era absolut sigur era că nu își putea permite un martor ocular la faptul că el, ca acolit angajat, amestecase un anticongestionant în mâncarea regelui.
Der Koch zog eine Schublade auf. Er entnahm ihr ein Messer. Es war eines seiner besten Tranchiermesser. Vom Hirschhornknauf bis zu seinem spitz zulaufenden Ende maß es eine Viertelelle. Man konnte damit große Fleischstücke zerteilen oder hauchdünnen Aufschnitt herstellen. Der Koch hielt es stets vorzüglich scharf.
A oftat. Apoi și-a prins curaj și a apucat cuțitul. Era târziu. Nimeni nu avea să-l vadă în timp ce urca cu greu numeroasele trepte spre biroul savantului. Desigur, avea să-i rămână puțin fără suflu.
Blutiges Wiedersehen mit Roman
Cineva se zvârcolește la încuietoarea ușii biroului. O altă persoană zdrăngăne și ea fereastra încuiată din exterior. Un val de frică intensă mă cuprinde. „Cine e acolo?”, strig, temându-mă de orice răspuns, și privesc frenetic înainte și înapoi între ușă și fereastră.
Mehrere Dinge geschehen gleichzeitig. Zwei Füße treten gegen Holz. Glas splittert. Die Tür gibt nach und schwingt auf. Das Fenster ebenfalls. Roman springt katzengleich in die Stube und stellt sich dem Koch entgegen, der mit erhobenem Messer auf mein Bett zustürmt.
E o luptă scurtă; Roman nu e străin de cuțit. De fapt, nu e chiar o luptă, ci mai degrabă o execuție.
Bucătarul cade în genunchi lângă patul meu și se holbează la mine uimit, cu ochii sticloși. Își deschide gura, ca și cum ar vrea să spună ceva, dar e doar un bolborosit. Sângele țâșnește din gâtul său tăiat, ajungând la perete. Își strânge gâtul deschis, apoi cade în față ca un copac doborât. Din cauza burții proeminente, corpul i se rostogolește imediat pe o parte. O baltă de sânge i se prelinge de sub bărbie și se întinde rapid. Roman își șterge rece cuțitul de cearșaful meu și îmi șuieră: „Îmbracă-te, grăbește-te. Trebuie să plecăm de aici.”
