Am besten nächstes Mal ganz vorn,

auf der Bühne - Namensschild!

Dafür schluckt man manchen Zorn,

für das langersehnte Bild:

 

Ich jetzt im Präsidium!

Demnächst: Ministerium!

Also heißt es applaudieren,

die Parolen apportieren.

 

Nur sie dann ins Volk zu bringen,

im "Bürgertalk", am Wahlkampfstand -

das will bisweilen nicht gelingen,

ist man auch schon halb bekannt.

 

Da geht der Bürger frech vorbei,

denn es ist ihm einerlei.

Was will er denn, wo geht er hin,

womöglich nur im Eigensinn?

 

Er denkt an sich, wie's vorgemacht

von jenen, die ihn woll'n vertreten.

Und das hat nun hervorgebracht

ein einig Volk von steten

 

Recht(s)habern, Denunzianten,

böhzen Onkelz, Kaffeetanten,

weiteren Repräsentanten

der Zeiten, die wir schon mal kannten;

 

damals, als zerbrach,

was Demokratie versprach.


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