Die deutsche Gewerkschaftsbewegung hat sich unbestreitbare historische Verdienste erworben. Ihr Flaggschiff ist die IG Metall, die größte deutsche Einzelgewerkschaft. Laut ihrer Selbstbeschreibung kämpft sie für nichts Geringeres als "ein gutes Leben". Aber wohl vornehmlich für ihre Mitglieder und Funktionäre – muss man annehmen, wenn man sich in ihre Pläne für ein Neubauprojekt in Berlin vertieft.
Auf einer idyllischen Halbinsel, die im Bezirk Spandau zwischen der Bucht Scharfe Lanke und dem Pichelssee in die Havel ragt, sicherte sich die Gewerkschaft vor etlichen Jahrzehnten eine Filetstück-Immobilie. Auf dieser Landzunge entstand ein BIZ, ein Bildungszentrum der IG Metall. Nach ihren eigenen Angaben betreut es "als Teil der Vorstandsverwaltung… Mitglieder, Organisationseinheiten, Funktionäre und betriebliche Gremien".
Dem Berliner "Tagesspiegel" gewährte die IG Metall weitere Auskünfte. Danach dient das BIZ der Qualifizierung der "Mitglieder, Betriebsräte und Funktionärinnen und Funktionäre der Gewerkschaft beispielsweise in den Themen Beschäftigtenrechte und Gesellschaftspolitik".
